Die reiche Geschichte von MIJN Torpedoloods

Lager von Seeminen und Torpedos

Dass MIJN Torpedoloods auf eine reiche Geschichte zurückblickt, wird Sie kaum überraschen. Das monumentale Gebäude, in dem sich MIJN Torpedoloods niedergelassen hat, stammt schließlich aus dem späten 19. Jahrhundert. Um genau zu sein aus dem Jahre 1886. In den vergangenen gut 125 Jahren diente die Halle den verschiedensten (militärischen) Zwecken. Doch in erster Linie wurde sie für die Lagerung von Seeminen und Torpedos gebaut. Bei nahendem Unheil konnten die Seeminen schnell hervorgeholt und im Kanal platziert werden. Die Torpedohalle hatte diese Funktion für mehrere Jahrzehnte.
 

Der eklektische Baustil

MIJN Torpedoloods ist in einem eklektischen Stil gebaut. Also in einer Kombination von Elementen diverser Stile und Strömungen, die auf wunderliche Weise verschlungen sind. Oft greift die eklektische Architektur auf die Vergangenheit zurück. So führt die Verschmelzung von Dekorationen aus verschiedenen historischen Stilperioden zu einem neuen Ganzen.
 

Im Zweiten Weltkrieg

Auch Dutzende Jahre später, im Zweiten Weltkrieg, erwies sich das Gebäude als bestens geeignet für die Lagerung von Munition. Die Deutschen besetzten das Gebäude und erweiterten es um einen zweiten Bunker neben dem Gebäude. So konnte eine große Menge an Munition für die Schiffe gelagert werden. Der bereits bestehende Bunker hinter dem Gebäude wurde befestigt.
 

Duschen für einen Groschen

An der Seite wurde das Gebäude um eine Badehalle erweitert, errichtet im selben eklektischen Stil wie die Torpedohalle. Diese Badehalle diente als Unterkunft für die deutschen Wachsoldaten und Pioniere. Zudem durften sich hier die Einwohner von Hoek van Holland samstags für einen Groschen duschen.
 

Die Nachkriegshalle

Nach dem Krieg wurde die Torpedohalle zur Mobilisierungsstelle für die örtliche Bürgerwehr. Sollten die Niederlande erneut in einen Krieg verwickelt werden, würden Bürger aus Westland und Hoek van Holland hier „eingezogen“ werden. Jahrzehntelang wurden in der Halle militärische Ausrüstungsgegenstände gelagert. Bis in die 80er Jahre, als das Verteidigungsministerium das Gebäude räumte, woraufhin es einige Zeit leer stand. In den späten 90er Jahren wurde die verfallene Halle in eine gastronomische Einrichtung umgewidmet. Bis 2012 zierte „De Torpedoloods“ den Berghafen als Restaurant. Seit 2014 ist sie MIJN Torpedoloods.
 

MIJN Torpedoloods als staatlich geschütztes Denkmal

Mit der Einführung des Denkmalschutzgesetzes im Jahr 1970 wurde auch die Torpedohalle unter Denkmalschutz gestellt. Begründung: Die Halle ist Bestandteil der Geschichte der Niederlande. Damit ist das Gebäude für immer geschützt. In Hoek van Holland gibt es drei staatlich geschützte Denkmale: Fort, Kasematten und Torpedohalle.

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